Hallo zusammen! :o)
Wir bauen eine Doppelhaushälfte mit IBG und sind aktuell in der Planungsphase. Laut Bebauungsplan müssen wir eine Rigole mit Schlammfang zur Entwässerung errichten. Der Entwässerungsantrag wird zusammen mit dem Bauantrag(bzw. -anzeige) gestellt. Lt. Bauamt kann dieser zwar bis zur Fertigstellung des Rohbaus noch gestellt werden, allerdings verlangt IBG dass der Entwässerungsantrag bei Baubeginn schon durch ist weil sonst keine Bauabname erfolgen kann. (?!?) Somit ist das Anliegen ziemlich eilig.
Nun zu unserem Problem:
Wir haben über IBG ein Boden- und ein Entwässerungsgutachten in Auftrag gegeben. Wir erhielten jeweils ein Gutachten zusammen mit unseren Doppelhausnachbarn. Wir wollen jedoch jeder eine eigene Rigole, damit die Grundstücke getrennt bleiben. Dies wurde beim Entwässerungsgutachten jedoch nicht beachtet (IBG hat das Gutachten falsch beauftragt), sondern der Versickerungsversuch wurde genau auf den Grundstücksgrenzen durchgeführt. Jetzt kommt der Fall der Fälle und das Gutachten ergibt, dass die Wasserdurchlässigkeitswerte extrem schlecht sind (6,8x10 hoch - 8 falls das jemandem etwas sagt). Wir müssen 105 m² Dach+Garagenflächen entwässern und lt. Gutachten ist eine Rigole von ca. 8,5 x 3,5 mtr. notwendig!!! Im Gutachten steht noch, dass Alternativen geprüft werden sollten, da diese Dimensionierung einen "erheblichen technischen und wirtschaftlichen Aufwand" darstellt. Das klingt gar nicht gut.
Wenn ich mir nun das Bodengutachten genauer anschaue (es sind ja auch Bohrungen im Bereich der Bodenplatte gemacht worden), stelle ich fest, dass der Bodenaufbau sehr sehr unterschiedlich ist. Es spricht also einiges dafür dass der Bodenaufbau schwankt und der Versickerungsversuch wurde ja nun gar nicht an der richtigen Stelle durchgeführt.
Wir haben nun unsere Architektin darauf angesprochen... richtig helfen konnte sie uns jedoch nicht. Ich hatte eher den Eindruck es ist ihr lästig (vor allem da der Bauantrag für unsere Nachbarn fast fertig ist und sich jetzt dadurch alles verzögert). Der Gutachter beharrt darauf dass das Gutachten richtig ist, wir jedoch einen weiteren Versickerungsversuch in Auftrag geben können. Das wären wieder mehrere hundert Euro zzgl. Anfahrt (die sitzen in Ludwigshafen... nicht gerade um die Ecke), andererseits auch wieder besser als viel zu viel in eine Rigole zu investieren.
Wie würdet ihr jetzt vorgehen? Am liebsten würde ich nochmals ein Versickerungsgutachten vor Ort in Auftrag geben. Aber an welche Firmen kann man sich da wenden? Oder wendet man sich evtl. an eine Firma die die Rigole dann auch bauen würde? Unsere Architektin meinte das würden bevorzugt Tiefbauer machen!
Wir haben übrigens bei einem zukünftigen Nachbarn im Baugebiet nachgefragt...dieser hat sein Grundstück ca. 100 mtr. Luftlinie von uns entfernt und braucht für 110 qm Entwässerungsfläche nur eine Rigole von 1x4,5 mtr!!! Das klingt doch schon ganz ganz anders! Nur zur Info...die Rigole mit den obigen Dimensionen würde nach Abzug der Abstandsfläche zu den Nachbargrundstücken und unserem Haus den ganzen übrigen Garten einnehmen! Also niemals ein Teich, ein Klettergerüst, ein im Boden eingelassener Sandkasten oder sonstwas... das kanns doch nicht sein!?
Liebe Grüße
Iris (&Alexander)